
Mit meditativen Tänzen im Kreis wird schon seit langer Zeit die Verbindung des Menschen mit der göttlichen Lebenskraft in und um uns gefeiert.
In vielen religiösen Quellentexten gibt es Hinweise auf rituelle Verehrung mit Tanzen und Bewegung. So zog die heilige Judith mit ihren Jüngerinnen im Reigentanz in die Stadt Jerusalem ein, bewegen sich afrikanische und nordamerikanische Naturvölker im gemeinsamen Rhythmus um die heilige Mitte.
Die Mitte symbolisiert auch heute noch unseren Ursprung. Die nordamerikanischen Indianer drücken es so aus: »Das große Geheimnis, das überall ist, im Universum und in jedem von uns.«
Wiegend, schreitend, gehend, hüpfend bewegen sich auch heute die Tänzer/Innen im Gleichklang im Kreis. Jeder einzelne ist wichtig und gleichzeitig Teil des Ganzen. Mit der Freude an der Bewegung können sich Alltagsgedanken und Sorgen wie von selber in neue kreative Impulse und Ideen verwandeln. Der Körper wird dabei erfrischt und belebt.
Unabhängig von Alter, Geschlecht, religiöser oder politischer Gesinnung können wir gemeinsam wieder das erleben, was uns als Menschen miteinander verbindet. Im Rhythmus meditativ ruhiger oder feurig schwungvoller Musik aus unterschiedlichen Kulturen lassen wir unser ganzes Wesen inspirieren von der Kraft, die durch uns schwingt, wenn wir uns miteinander im Kreis verbinden.
Einfache Tanzschritte ermöglichen es jedem mitzutanzen. Und falls mal ein Schritt "daneben geht" gilt das Motto: Es gibt keine Fehler, es gibt nur Variationen!

Den Tag begrüßen

Johanna Schuhbauer

Eine herrliche Kulisse zum Tanzen
Tanz der Befreiung
»Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge, bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft.
Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele.
Tanz ist Verwandlung des Raumes, der Zeit des Menschen, der dauernd in Gefahr ist zu zerfallen, ganz Hirn, Wille oder Gefühl zu werden.
Der Tanz dagegen fordert den ganzen Menschen, der in seiner Mitte verankert ist, frei von der Begehrlichkeit nach Menschen und Dingen und von der Dämonie der Verlassenheit im eigenen Ich.
Der Tanz fordert den befreiten, den schwingenden Menschen im Gleichgewicht aller Kräfte.
Ich lobe den Tanz.
O Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit Dir nichts anzufangen.«
Heiliger Augustinus (4. Jahrhundert n. C.)
» Nach oben
« Zurück zu TriYoga Flows®
» Weiter zu Lehrerinnen und Dozentinnen